Converged Endpoint Management (XEM) bezieht sich auf die Konvergenz von IT-Management und IT-Sicherheit auf einer einzelnen integrierten Plattform zur besseren Kontrolle komplexer IT- und Sicherheitsumgebungen. Dank eines einheitlichen Steuerungssatzes und einer gemeinsamen Taxonomie können Teams in Silos in der gesamten Organisation zueinanderfinden und ihre Bemühungen zum Schutz kritischer Infrastruktur und Assets koordinieren.
Große Organisationen verfügen über Millionen von weltweit verteilten, heterogenen Assets, die sie in Echtzeit anzeigen und kontrollieren müssen. Diese werden normalerweise mit einem tool-orientierten Ansatz verwaltet, der für eine Vielzahl punktueller Lösungen in der gesamten IT-Umgebung angewandt wird. Die große Anzahl von Tools beeinträchtigt jedoch die Visibilität und Kontrolle, was häufig zu Schwachstellen an Endpunkten führt.
Werfen Sie einen Blick auf diese Zahlen: 94 % der heutigen Unternehmen geben an, dass 20 % oder mehr ihrer Endpunkte ungeschützt sind. Selbst nach der Bereitstellung punktueller Lösungen in IT-Ökosystemen kommt es alle 11 Minuten zu Ransomware-Angriffen.
Die Zeit drängt, jedes Jahr mehr. Das heißt jedoch nicht, dass Führungskräfte von Unternehmen keine Optionen haben. Ganz im Gegenteil.
Converged Endpoint Management (XEM) geht diese Herausforderungen an, indem es Tools und Daten in einer einheitlichen Lösung zusammenführt, um die Visibilität, Kontrolle und das Vertrauen zu maximieren. Unternehmen können innerhalb von Sekunden mit all ihren Endpunkten interagieren – unabhängig vom Umfang und der Komplexität ihrer IT-Umgebung (
) – und dabei präzise Echtzeitdaten nutzen, um eine durchgängige Automatisierung zu unterstützen.
Was ist ein Endpunkt?
Ein Endpunkt ist ein Remote-Gerät, das sich mit einem Computernetzwerk verbindet und mit diesem kommuniziert. Obwohl dieser Begriff auch für alle Hardwaregeräte mit Netzwerkverbindung wie Modems, Hubs und Switches gilt, wird er häufiger für diejenigen Geräte verwendet, die sich außerhalb der Firewall von Unternehmen befinden. Dazu gehören Desktopcomputer und Laptops, Smartphones, Tablets, Drucker und IoT-Geräte (Internet of Things). Von diesen Geräten wird gesagt, dass sie sich am Netzwerkrand („Edge“) befinden, da man sich von außerhalb des Betriebsgeländes mit ihnen verbinden kann.
Obwohl Endpunktgeräte viele Vorteile für die Produktivität von Unternehmen und Mitarbeitern besitzen, stellen sie häufig Sicherheitsschwachstellen dar, die ein leichtes Einfallstor für Cyberkriminelle bieten. Sobald ein Hacker Zugang zu einem Endpunkt erlangt, kann er wertvolle Assets vom Gerät stehlen oder diesen Zugang nutzen, um in das Netzwerk der Organisation einzudringen und Schaden anzurichten. Cyberkriminelle können einen Endpunkt auch übernehmen, um die Geschäftsaktivität durch DoS-Angriffe (Denial-of-Service) zu unterbrechen.
Aufgrund dieses Risikos ist das Endpoint Management ein wichtiger Teil der Cybersicherheitspraktiken von Organisationen. Unternehmen implementieren eine Vielzahl von Tools und Prozessen, um Cyberangriffe auf jedem Endpunktgerät, das mit ihrem Netzwerk verbunden ist, zu verhindern und zu erkennen, und Schwachstellen zu beheben.
Warum ist Endpunktsicherheit ein Problem?
Mehrere Faktoren haben dafür gesorgt, dass eine effektive Endpunktsicherheit für die meisten Organisationen eine große Herausforderung darstellt. Dazu gehören:
- Steigende Endpunktanzahl. Aufgrund jahrelanger BYOD-Richtlinien und des Wechsels zur Telearbeit während der Pandemie müssen IT-Teams mehr Geräte denn je verwalten. Das hat die Angriffsfläche von Organisationen vergrößert und es den Sicherheitsteams beinahe unmöglich gemacht, das Risiko jederzeit akkurat zu bewerten. Dieser explosionsartige Anstieg der Anzahl und Arten von Endpunkten fand gleichzeitig mit häufigeren, immer aggressiveren und hochentwickelten Angriffen (Phishing, Ransomware, Business Email Compromise usw.) statt, wodurch Endpunktsicherheitsstrategien weiter verkompliziert werden.
- Sich weiterentwickelnde Arten von Endpunkten. Mainstream-Firmen übernehmen das IoT in stetiger Geschwindigkeit. Die weltweite Anzahl von IoT-Geräten wird erwartungsgemäß bis zum Jahr 43 auf 2023 Mrd. steigen, was einer Verdreifachung innerhalb von nur fünf Jahren entspricht. Das Wachstum bei herkömmlich vernetzten IT-Geräten fällt mit 2 % pro Jahr vergleichsweise moderat aus; angesichts der weltweit mehr als 5 Milliarden Smartphones, 2 Milliarden PCs und
1 Milliarde Tablets gewinnt die Geräteintegration jedoch zunehmend an Bedeutung. - Tool-Wildwuchs. IT-Teams beschaffen regelmäßig neue Tools, um die steigende IT-Komplexität bewältigen zu können, wobei verschiedene Teams jeweils über eigene Toolsets verfügen. Eine Studie von Tanium zur Visibilitätslücke im Jahr 2020 ergab, dass das durchschnittliche Unternehmen ca. 43 Tools für IT-Betrieb und -Sicherheit verwendet. Diese Zahl kann jedoch von Dutzenden bis zu Hunderten von Tools reichen, abhängig von der Größe der Organisation. Dieser Tool-Wildwuchs behindert die Produktivität der Mitarbeiter, die zu viel Zeit für den Wechsel zwischen Tools benötigen, und erschwert die Suche und Nachverfolgung von Informationen. Mitarbeiter verbringen pro Arbeitstag durchschnittlich eine Stunde damit, nach den für ihre Arbeit benötigten Informationen in den verschiedenen Tools zu suchen.
- Schlechte Integration von Tools. Der Tool-Wildwuchs wird durch die schlechte Integration von Tools in den verschiedenen Teams noch verschärft. Das größte Problem für Security Operations Center (SOCs) ist laut einer Studie aus dem Jahr 2018, dass „zu viele Tools nicht integriert sind“. Außerdem mangelt es an qualifizierten Mitarbeitenden, Automatisierung und Orchestrierung. Eine separate, von Fidelis durchgeführte Studie ergab, dass die Integration von Endpunkten, Servern und Netzwerken eine große Herausforderung für SOCs bleibt.
- Sich schnell verändernde IT-Umgebungen. Die Modernisierung von IT-Umgebungen durch Cloudlösungen, Mobilgeräte und andere technologische Entwicklungen erschweren es gemeinsam mit Veränderungen wie der steigenden Hybrid-Arbeit den Teams, die IT-Performance zu überwachen und Probleme schnell zu finden und zu beheben. In einer Studie aus dem Jahr 2021 unter mehr als 500 IT-Fachkräften gaben 55 % der Teilnehmer an, dass die Entwicklung hin zur Telearbeit der wichtigste Komplexitätstreiber ist.
Was ist die beste Möglichkeit, Endpunkte zu schützen?
Endpunkte werden durch spezialisierte Software auf allen Desktops, Laptops, Mobilgeräten und anderen Endpunkten innerhalb eines Netzwerks geschützt. Diese Software vereinfacht oder automatisiert Endpoint Management-Aufgaben wie die Bereitstellung von Software und Betriebssystemen, Schwachstellenscans und -patches und die Konfiguration verwalteter Geräte, um die IT-Teams zu entlasten.
„Mitarbeiter verbringen in der Regel eine Stunde pro Arbeitstag damit, verschiedene Tools zu durchsuchen, nur um die Informationen zu finden, die sie für ihre Arbeit benötigen.“
Verschiedene Teams verwenden normalerweise unterschiedliche Tools für das Endpoint Management. So verwenden Einsatzteams z. B. ein Tool für die Konfiguration von Mobilgeräten für Mitarbeiter und Sicherheitsteams ein anderes Endpoint Management-Tool für deren Schutz und zur Vermeidung von Vorfällen.
Dieser Ansatz führt häufig zur Ausbreitung heterogener Tools, die die Komplexität des Endpoint Managements erhöhen. Auf einem einzelnen Endpunktgerät sind u. U. Dutzende von Endpunktsicherheitsagenten installiert, die jeweils andere Daten für unterschiedliche Softwareschnittstellen erfassen. So entsteht häufig ein Flickenteppich aus punktuellen Lösungen für IT-Betrieb, -Sicherheit, -Risiko und -Compliance. Dadurch verschwinden wichtige Daten in Silos, Ressourcen werden belastet und die effiziente Verwaltung und der Schutz der Endpunkte der Organisation werden erschwert.
XEM löst dieses Problem, indem die Tools und Daten in einer einzigen Lösung zusammengeführt werden. Eine konvergierte Lösung dient als Rückgrat aller wichtigen Interaktionen zwischen Daten, Tools und Teams, damit die einzelnen IT-Bereiche ihre Anstrengungen für den Schutz der Organisation vor Angriffen bündeln können.
Was ist Visibilität in einer Endpoint Management-Plattform?
Visibilität steht im Endpoint Management für das Wissen, welche Arten von Endpunkten sich mit Ihrem Netzwerk verbinden, an welchem physischen Standort sie sich befinden und wie sie sich verhalten. Telemetriedaten werden von allen Endpunkten erfasst, um den aktuellen Zustand jedes Endpunkts überwachen zu können und Einblicke in sein Verhalten zu gewinnen.
Endpunktvisibilität ist für den Schutz von Zugangspunkten zum Netzwerk einer Organisation unerlässlich. Eine umfassende Visibilität gestaltet sich jedoch immer schwieriger, da Unternehmensnetzwerke unzählige Geräte und Nutzer haben und IT-Teams eine Vielzahl isolierter Endpoint Management-Tools verwenden.
Warum ist Skalierbarkeit in Bezug auf Endpoint Management-Tools ein Problem?
Skalierbarkeit stellt aufgrund des tool-orientierten Ansatzes ein Problem für das Endpoint Management dar. Jedes Mal, wenn ein Endpunkt zu einem Netzwerk hinzugefügt wird, müssen Endpoint Management-Agenten auf diesem Gerät bereitgestellt werden. Im Laufe der Zeit führt dies zu unzähligen punktuellen Lösungen, die womöglich eine Integrationen verschiedener Tools miteinander unmöglich machen und sogar zu Konflikten führen können. Je größer die Anzahl von Endpoint Management-Lösungen, desto geringer die Endpunktvisibilität und -kontrolle. Das führt dazu, dass Endpunkte u. U. ungeschützt oder anderweitig angreifbar sind.
Warum sind Daten in Silos in Bezug auf Endpoint Management-Tools ein Problem?
Isolierte Daten erschweren Organisationen die Erstellung zusammenhängender End-to-End-Prozesse. Konkurrierende Daten von verschiedenen Endpoint Management-Lösungen sorgen für Streitigkeiten zwischen Teams und mindern das Vertrauen in potenzielle Vorgehensweisen. Die Teams müssen in der Lage sein, Sicherheits- und Compliance-Prozesse zu automatisieren, um die Organisation zu schützen, aber Silos stellen ein Hindernis für die notwendige Partnerschaft zwischen den einzelnen IT-Bereichen dar.
Interoperabilität ist der Schlüssel zur Eliminierung von Datensilos. Durch die Zentralisierung des Betriebs können Organisationen die Koordination zwischen Teams verbessern und Arbeitsabläufe optimieren. Einheitliche Plattformen, die den Informationsfluss zwischen Teams vereinfachen, können kritische Daten schneller und aus mehr Quellen als konventionelle Endpoint Management-Lösungen aufdecken. So können Teams schneller auf Probleme reagieren und diese beheben. Tool-Konsolidierung sorgt dafür, dass unnötige Schritte wie der Wechsel zwischen Apps, Produktivitätsverluste und in Konflikt stehende Daten der Vergangenheit angehören.
Wodurch unterscheidet sich Converged Endpoint Management (XEM) von herkömmlichen Endpoint Management-Lösungen?
XEM unterscheidet sich von herkömmlichen Endpoint Management-Lösungen in erster Linie durch seinen einheitlichen Ansatz. Anstatt einzelne punktuelle Lösungen bereitzustellen, wie es der Strategie herkömmlicher Endpoint Management-Lösungen entspricht, vereint es Endpunkttools und -daten und zeigt sie über eine einheitliche Oberfläche an. So erhalten IT-Teams eine größere Visibilität und Kontrolle über ihre Endpunkte und können schneller fundiertere Entscheidungen treffen.
Was sind die Vorteile von XEM?
Converged Endpoint Management bietet mehrere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichem Endpoint Management. Im Kern stellt es einen Paradigmenwechsel im Endpoint Management dar. Herkömmliches Endpoint Management basiert auf der Bereitstellung von Tools auf Endpunkten mit begrenzter Visibilität. XEM legt den Schwerpunkt auf das Endpunktgerät selbst. Es berücksichtigt alles, was ein Endpunktgerät während seines Lebenszyklus braucht. Dadurch wird ein ganzheitliches Denken gefördert, das zu Roadmaps führt, die die verschiedenen Endpunktanforderungen aus betriebs-, compliance- und sicherheitsbezogener Sicht angehen.
Ein weiterer Vorteil von XEM liegt darin, dass konvergierte Plattformen Tools und Daten in einer einzigen Lösung vereinen. Teams können alle Daten von allen Endpunkten an einer Stelle anzeigen, u. a.:
- Risk- & Compliance-Management. Teams können Datei- und Registry-Änderungen überwachen und die Einhaltung von datenschutzrechtlichen Bestimmungen und Praktiken sicherstellen. Sie können das Netzwerk nach nicht verwalteten Assets und Compliance-Lücken durchsuchen und Computer anhand von Branchen-Benchmarks bewerten.
- Client-Management. Konvergierte Plattformen ermöglichen es Teams, Patches konsistent und schnell anzuwenden. Mit automatisiertem Patching und minimalen Ausfallzeiten bleiben die Systeme einsatzfähig und auf dem neuesten Stand. Kritische Konfigurationen werden vereinfacht, zentralisiert und können leichter durchgesetzt werden.
- Threat Hunting. Konvergierte Plattformen unterstützen diesen proaktiven Cybersicherheitsansatz, bei dem Threat Hunter die Systeme nach forensischen Beweisen für Beschädigungen durchsuchen, Risiken identifizieren and Angreifer abwehren, bevor sie Schaden anrichten können. Die Plattformen machen die Teams auf verdächtiges Verhalten aufmerksam
und können Endgeräte wieder in einen stabilen Zustand versetzen. Sie identifizieren risikoreiche Konten und Systeme, suchen und beheben Schwachstellen in großem Maßstab und führen auf Endpunkten eine automatische Behebung durch priorisierte Aktionen durch. - Asset-Discovery und -Inventory. Konvergierte Plattformen erleichtern die Erstellung eines vollständigen Inventars aller Hardware- und Softwareassets. Sie ermöglichen Teams die Identifizierung aller Rechner im Netzwerk einschließlich der aktuellen Software und deren Verwendung.
- Überwachung sensibler Daten. Konvergierte Plattformen verfolgen und verwalten sensible Daten, um sie besser vor Angriffen schützen zu können. Teams können schnell nach sensiblen Daten suchen, ihren Speicherort identifizieren und schneller Maßnahmen ergreifen. Sie können auch unberechtigte Änderungen in Dateipfaden entdecken, das System auf Datenexposition und potenzielle Risiken überprüfen und Dateisysteme indizieren.
- Servicemanagement. Konvergierte Plattformen helfen dem IT-Team bei der Unterstützung von Mitarbeitern und der Lösung von Helpdesk-Tickets. Teams können mithilfe von genauen Echtzeitdaten die Arbeitsabläufe des Helpdesks straffen.
Da konvergente Plattformen als Reaktion auf die derzeitige explosionsartige Zunahme von Endgeräten entwickelt wurden, können sie die gängigsten Arten von Endgeräten erkennen und steuern, unabhängig davon, ob diese vor Ort oder in der Cloud
betrieben werden.
XEM erlaubt es Organisationen zudem, sich verstärkt auf geschäftliche Probleme zu konzentrieren, da es ihre technologischen Probleme löst. Früher führten defekte Tools und isolierte Teams zu einer begrenzten Rechenschaftspflicht. Durch den einheitlichen Ansatz von XEM gehört dies der Vergangenheit an. Die Kommunikation zwischen Teams wird verbessert und sie erhalten vollständige Visibilität und Kontrolle über die Assets einer Organisation, was das Vertrauen in Asset-Entscheidungen stärkt. Daher können Teams schneller fundiertere Entscheidungen treffen.
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Letztendlich vereinfachen XEM-Plattformen alle Aufgaben. CIOs können sicherstellen, dass ihre Endpunkte die Patches für die neuesten Schwachstellen erhalten und diese ordnungsgemäß konfiguriert sind. CISOs können konvergierte Plattformen als letzte Verteidigungslinie gegen Sicherheitsverletzungen nutzen. Infrastrukturteams können Cloudmigrationen innerhalb von Wochen anstatt Monaten oder Jahren durchführen. Beschaffungsteams können überprüfen, ob sie für mehr Software zahlen, als sie verwenden. Wirtschaftsprüfer können beurteilen, inwieweit Unternehmen die regulatorischen und Compliance-Rahmenbedingungen einhalten, und „
“ sowie Datenverwalter können sensible „
“-Daten in großem Umfang leichter ausfindig machen und entfernen.
Welche spezifischen Technologien kommen in XEM zusammen?
Converged Endpoint Management integriert drei proprietäre Fähigkeiten:
- Lineare Kettenarchitektur. Diese ermöglicht die schnelle Sammlung und Verteilung von Daten. Endpunkte senden ständig innerhalb von Sekunden Echtzeitdaten zurück, ohne zwischengeschaltete Infrastruktur. XEM ist schneller als das herkömmliche Hub-and-Spoke-Modell von Unternehmen und ermöglicht es Kunden, 350 000 Endpunkte mit nur drei bis fünf Servern zu verwalten, anstatt der mehr als drei Dutzend, die für Konkurrenzprodukte erforderlich sind.
- Erweiterbares Datenmodell. Ein erweiterbares Datenmodell erfasst neue Ad-hoc-Daten von Endpunkten. Bestimmte Datenquellen ermöglichen kein einfaches Streamen und Schreiben von Analysen. Die einzige Möglichkeit ist die Echtzeiterfassung riesiger Datenmengen mithilfe eines endpunktorientierten Ansatzes. Anstatt Daten für die Entscheidungsfindung zu zentralisieren, ermöglicht XEM eine Entscheidungsfindung direkt am Ort der Datenerstellung: am Endpunkt selbst. Eine konvergierte Plattform kann Daten im gesamten Unternehmen erfassen, da jeder Endpunkt Informationen in Echtzeit zurücksendet.
- Lightweight-Agent. Agenten konvergierter Plattformen verbrauchen nur minimale Endpunktressourcen und Bandbreite, sodass ihr Einsatz das System nur wenig belastet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Endpoint Management-Lösungen überfordern konvergierte Plattformen Ihr Netzwerk nicht.
Welche Arten von Problemen werden durch Converged Endpoint Management (XEM) gelöst?
XEM bekämpft zahlreiche Sicherheitsschwachstellen, die zu verheerenden Ransomware-, DDoS- und anderen Cyberangriffen führen können. Dies ist entscheidend, da die Anzahl von versuchten Cyberangriffen auf Unternehmen pro Woche im Jahr 50 um 2021 % höher lag als im Jahr 2020. Diese Angriffe erreichten im vierten Quartal 2021 ihren absoluten Höchststand. Daran hatte die Log4j-Schwachstelle, die als „Symptom einer schwereren Krankheit der Sicherheit der Software-Lieferkette“ bezeichnet wurde, einen großen Anteil.
Log4j ist eine kritische Schwachstelle in einem beliebten Online-Software-Logging-Tool. Der Fehler namens Log4Shell ermöglicht es Hackern, ohne Passwort in Computersysteme und Server einzudringen. Er wurde bekannt, als Hacker ihn ausnutzten, um Zugriff auf die Server des beliebten Spiels Minecraft zu erlangen.
Die Schwachstelle wurde zu einer unmittelbaren globalen Bedrohung, da sie sich in einer Open-Source Java Bibliothek befindet, die in viele Enterprise Apps, Open-Source Software und andere Dienste integriert ist. Aufgrund dieser weiten Verbreitung war es extrem schwierig, die Schwachstelle zu identifizieren und zu beheben. Innerhalb von Stunden, nachdem die Schwachstelle bekannt wurde, wurde sie von Hackern für den Angriff auf Bundesstaatenregierungen verwendet.
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XEM erleichtert zudem das Threat Hunting, eine Cybersicherheitsmethode, die aufgrund des Cyberkriegs ständig an Bedeutung gewinnt. Die Methode hat kritische Bedeutung erlangt, seit die U.S. Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) eine Handlungsempfehlung an Unternehmen und Organisationen herausgegeben hat, ihre Verteidigungsmaßnahmen gegen potenzielle russische Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur und Finanzinstitute im Rahmen des russisch-ukrainischen Kriegs zu erhöhen. XEM unterstützt die Bedrohungssuche, indem es Teams auf verdächtiges Verhalten hinweist, risikoreiche Konten und Systeme identifiziert, Schwachstellen in großem Umfang aufspürt und behebt sowie automatisierte Korrektur
en auf Endgeräten durchführt.

