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Bild zum Blogbeitrag „Was ist Employee Experience?“
IT-Betrieb

Fernarbeit verstärkt Datenschutzbedenken

As Data Privacy Day rolls around—on Jan. 28—companies are struggling to find data-security professionals, just when they need them most.

Die zunehmende Zahl von Mitarbeitern im Homeoffice stellt die Maßnahmen zum Datenschutz vor große Herausforderungen, da Unternehmen Schwierigkeiten haben, Fachkräfte mit den erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnissen zu finden, um Unternehmenssysteme und -netzwerke zu sichern.

Der Wettbewerb um Fachkräfte verschärfte sich im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr, was dazu führte, dass viele Unternehmen mit unterbesetzten Datenschutzteams zu kämpfen hatten. Dies geht aus dem kürzlich von der ISACA veröffentlichten Bericht „ : Privacy in Practice 2022“ () hervor, einer Umfrage unter 832 Mitgliedern mit zertifizierter Qualifikation in den Bereichen Cybersicherheit oder Datenschutz.

Schlimmer noch: Die Nachfrage nach Fachkräften wird in diesem Jahr voraussichtlich steigen, da sich immer mehr Vorstände für strengere Sicherheitsmaßnahmen aussprechen, so der weltweite IT-Verband in seinem heute veröffentlichten Bericht, der zeitlich auf den diesjährigen Tag des Datenschutzes am 28. Januar abgestimmt ist.

Mehr als die Hälfte der von der ISACA (Information Systems Audit and Control Association) befragten Personen (55 %) gibt an, nicht über genügend Fachkräfte im technischen Bereich zu verfügen. Etwa 46 % geben an, dass es ihnen an Fachwissen in den Bereichen Recht und Compliance mangelt. Die Einstellung neuer Mitarbeiter hat sich aufgrund des äußerst begrenzten Fachkräfteangebots verlangsamt. Die Hälfte der Bewerber für technische Stellen verfügt über keine Kenntnisse in Bezug auf Frameworks oder Kontrollmechanismen. Andere verfügen schlichtweg nicht über ausreichendes technisches Fachwissen.

„An die Datenschutzteams werden heute weitaus höhere Anforderungen gestellt, und sie stehen auf ganz andere Weise als früher im Rampenlicht“, sagt Safia Kazi, Beraterin für Datenschutzpraxis bei ISACA, die die Entwicklung der Umfrage geleitet hat. Zwar ist der Mangel an verfügbaren Fachkräften der Hauptgrund für den Personalmangel, doch dicht dahinter folgt die mangelnde Sensibilisierung einiger Unternehmen für dieses Problem.

Was sie nicht wissen, schadet ihnen

Jeder fünfte Teilnehmer der ISACA-Umfrage, an der auch Rechts- und Compliance-Teams teilnahmen, die ebenfalls unter Fachkräftemangel leiden, gab an, nicht einmal zu wissen, ob es in den letzten 12 Monaten zu einer Datenschutzverletzung gekommen sei. Dies ist besonders überraschend und zugleich besorgniserregend angesichts der Vielzahl von vielbeachteten kriminellen Cyber -Angriffen , die im Jahr 2021 stattfanden. „Es ist faszinierend, dass sie keine Ahnung haben“, sagt Kazi. „Möglicherweise führen sie keine angemessene Überwachung durch.“

Oder überhaupt irgendeine Überwachung, sagt Rebecca Herold, Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens „Privacy & Security Brainiacs“. Herr Herold erklärt, dass viele Unternehmen ihre Netzwerke und Datenbanken sowie die privaten Geräte, die ihre Mitarbeiter bei der Arbeit im Homeoffice nutzen, noch nicht vollständig erfasst haben. Sie fügt hinzu, dass manche Unternehmen zudem nicht wissen, welche Daten sie Drittanbietern anvertraut haben oder welche Maßnahmen diese Anbieter ergreifen, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten.

„Es gibt so viele Orte, an denen Daten gespeichert sind, von denen ein Unternehmen möglicherweise nichts weiß“, sagt Herold. „Das erschwert eine ordnungsgemäße Risikobewertung erheblich.“

Aus diesem Grund empfehlen Cybersicherheitsexperten als Erstes eine umfassende Bestandsaufnahme und Erfassung der Hardware und Software eines Unternehmens sowie eine vollständige Übersicht darüber, wer Zugriff auf welche Daten hat und wohin die Daten fließen. Anhand dieser Bestandsaufnahme kann ein Unternehmen grundlegende Maßnahmen zur Cyberhygiene umsetzen, die darauf abzielen, Cyberkriminelle, staatlich gestützte Hacker und Hacktivisten abzuwehren.

„Es gibt so viele Orte, an denen Daten gespeichert sind, von denen ein Unternehmen möglicherweise nichts weiß. Das erschwert die Risikobewertung erheblich.”
Rebecca Herold, Geschäftsführerin von Privacy & Security Brainiacs

Um den Fachkräftemangel zu beheben, geben fast die Hälfte der befragten Unternehmen an, dass sie Mitarbeiter aus anderen Bereichen schulen, damit diese in Datenschutzfunktionen wechseln können. Ein Vorteil: Diese Mitarbeiter verfügen über fundiertere Kenntnisse über das Unternehmen und dessen Funktionsweise. Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen gibt an, auf externe Dienstleister oder Berater für Cybersicherheit und Datenschutz zurückzugreifen, die aktuelle Tools und Fachwissen einbringen können, um die Sicherheit eines Unternehmens schneller zu verbessern.

Schulen Sie die Mitarbeiter in Fragen der Cybersicherheit und des Datenschutzes

„Die Hinzuziehung externer Fachkräfte funktioniert am besten, wenn diese die internen Mitarbeiter auch darin schulen, wie Daten am besten geschützt werden können“, so Herold. Das bedeutet auch, dass ein einmaliges Upgrade nicht ausreicht. Frau Herold sagt, dass ihr zu viele Führungskräfte aus Wirtschaft und Technologie versichern, ihre Netzwerke seien sicher, nur weil sie einmal ein Überwachungstool eingesetzt hätten. Einmal reicht nicht aus. Die Überwachung muss kontinuierlich erfolgen.

Langfristig muss Bildung oberste Priorität haben. Und das nicht nur, wenn die Mitarbeiter zur Arbeit erscheinen. Datenschutz sollte in der Schule unterrichtet werden, meint Herold, da Kinder Smartphones bei sich tragen. Bringen Sie ihnen bei, diese Geräte sicher zu nutzen, sagt sie, und „Sie werden eine Generation haben, die sich beim Eintritt ins Berufsleben der Bedeutung des Datenschutzes bewusst ist.“

Kazi stimmt dem zu und erklärt, dass eine frühzeitige Ausbildung den Beruf des Datenschutzbeauftragten für junge Menschen, die ins Berufsleben einsteigen, attraktiver machen würde.

Die gute Nachricht ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer Kürzung der Datenschutzbudgets laut der Umfrage gering ist.

„Für Unternehmen ist dies eine weitaus größere Notwendigkeit“, sagt Kazi. „Wir haben gesehen, welchen Schaden Datenschutzverletzungen anrichten können und wie das Leben von Menschen dadurch ruiniert werden kann.“