Vertreter des U.S. Cyber Command, der Luftwaffe und des Ministeriums für Innere Sicherheit suchen nach Möglichkeiten, die IT-Abwehr unseres Landes innerhalb kurzer Zeit zu stärken. Und so gehen sie dabei vor.
Derzeit vollzieht sich in der gesamten IT-Landschaft der öffentlichen Verwaltung ein wenig bekannter, aber wichtiger Wandel. CIOs und CISOs auf Bundesebene erkennen zunehmend, dass sie zur wirklichen Verbesserung der Cybersicherheit bessere Informationen in Echtzeit benötigen, was eine entsprechende Umstellung auf schnellere und flexiblere Geschäftsprozesse erfordert.
Obwohl die Vorschriften für das öffentliche Beschaffungswesen es den Behörden äußerst erschweren, zügig zu handeln, haben die Cyber-Verantwortlichen unseres Landes dennoch Wege gefunden, unsere IT-Abwehr innerhalb kurzer Zeit zu stärken. Ende letzten Jahres erreichten alle 133 Teams des U.S. Cyber Command ihre vorläufige Einsatzfähigkeit. Das Ministerium für Innere Sicherheit hat nahezu allen Bundesbehörden dabei unterstützt, sein Netzwerk-Sicherheitsprogramm „ “ (Einstein 3A) einzuführen. In der Zwischenzeit hat die Luftwaffe ihr System zur automatisierten Fehlerbehebung und Ressourcenerkennung in weniger als acht Monaten im gesamten Netzwerk eingeführt.
Diese Leistungen dürfen nicht unterschätzt werden, insbesondere angesichts der Größe der Netzwerke, die von den Cyber-Verantwortlichen unserer Regierung verwaltet werden.
Vor kurzem habe ich im Rahmen einer Podiumsdiskussion des „Federal Executive Forum“ von „ “ gemeinsam mit mehreren führenden Vertretern aus Regierung und Wirtschaft über diese Themen gesprochen – darunter die Fortschritte, die die Regierung erzielt hat, sowie die größten Herausforderungen, denen sie sich noch stellen muss. Zu den Diskussionsteilnehmern gehörten:
- Generalleutnant J. Kevin McLaughlin, US-Luftwaffe, stellvertretender Kommandeur des USCYBERCOM
- Tamara Lilly, stellvertretende Beauftragte für Informationssicherheit, Ministerium für Innere Sicherheit
- Peter Kim, Leiter der Informationssicherheit, U.S. Air Force Cyber
- Ryan Gillis, Strategie für Cybersicherheit und globale Politik, Palo Alto Networks
- Scott Gray, Senior Vice President bei Leidos
Ein schnelleres Vorgehen muss für die Regierung weiterhin oberste Priorität haben. Wenn Agenturen integrierte Plattformen nutzen, die schnell arbeiten, eröffnet dies ganz neue Möglichkeiten. Diese Werkzeuge gibt es bereits heute. Schauen Sie sich nur die Luftwaffe an, die solche Tools einsetzt, um vollständige Transparenz über ihre Netzwerke zu erlangen und an 365 Tagen im Jahr die Vorschriften einzuhalten sowie alle Sicherheitspatches zu installieren. Folgendes konnte die Luftwaffe dank ihrer Schnelligkeit erreichen:
- Wechsel von einzelnen Maßnahmen hin zu integrierten Arbeitsprozessen. Wenn Behörden Dutzende verschiedener Tools einsetzen, die jeweils spezifische Probleme lösen, führt dies zu Störungen im Arbeitsablauf, verlangsamt die Prozesse und macht sie anfällig für Angriffe. Durch den Einsatz einer einzigen integrierten Plattform mit integrierten Prozessen ändert sich all dies: Sie können sofort von der Erkennung einer Bedrohung zur Behebung dieser Bedrohung übergehen. Diese verkürzte Reaktionszeit kann den Unterschied ausmachen zwischen einem Sicherheitsvorfall, der ein Netzwerk lahmlegt, und einem, der nur minimalen Schaden verursacht.
- Formulieren Sie die Risikogleichung neu. Lange Zeit hatten Behörden berechtigte Bedenken, dass die Installation eines Sicherheitspatches in einem Verwaltungssystem schiefgehen und das System für Stunden oder Tage außer Betrieb setzen könnte. Das muss nicht mehr so sein. Dank der Geschwindigkeit der derzeit besten kommerziellen Tools können Agenturen ihre Systeme innerhalb weniger Minuten wiederherstellen. Und so verschiebt sich die Risikobilanz: Das Risiko, gehackt zu werden, weil ein Patch nicht installiert wurde, ist nun größer als das Risiko, das mit der Installation eines Patches verbunden ist.
- Bessere Daten, bessere Entscheidungen. Wenn Behörden Entscheidungen zum IT-Management und zur Cybersicherheit treffen, müssen diese auf fundierten Daten basieren. Derzeit verfügen die Behörden jedoch nicht über diese Daten. Auf die Frage, wie viele Endgeräte sich in ihrem Netzwerk befinden, welche Anwendungen darauf laufen und wer Zugriff darauf hat, können CIOs keine genaue Antwort geben – oder sie geben eine Antwort, die bereits sechs Monate alt ist. Das muss sich ändern. Wir müssen dafür sorgen, dass die Behörden in die Lage versetzt werden, in Echtzeit auf echte Daten zurückzugreifen, die es ihnen ermöglichen, fundiertere IT-Entscheidungen zu treffen.
Nun müssen wir den Erfolg der Luftwaffe zum Vorbild nehmen und dieses Modell auf die gesamte Regierung übertragen. Dies beginnt damit, dass die Regierung anerkennt, dass diese Faktoren – integrierte Prozesse mit Transparenz und Kontrolle in Echtzeit – bei allen IT-Beschaffungen zum Standard gehören sollten. Letztendlich sollten Behörden in der Lage sein, ihre Kontrollmaßnahmen dynamisch und in Echtzeit anzupassen, um den jeweiligen Bedrohungen gerecht zu werden.
Über den Autor: Ralph Kahn ist Vizepräsident für den Bereich „Federal“ bei Tanium. In dieser Funktion trägt er dazu bei, den Bedarf der US-Regierung an einer umfassenden Lageerfassung in Echtzeit zu decken. Ralph verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Technologiebranche. Zuvor war Ralph als Vizepräsident für Intel und neue Technologien bei McAfee tätig, wo er die Leitung einer Gruppe für Spitzentechnologie innehatte, deren Aufgabe in der zukunftsorientierten Cyberforschung bestand. Unter seiner Leitung entdeckte diese Gruppe mehrere neue Angriffsvektoren und entwickelte ein Modell für den Informationsaustausch und die Interaktion zwischen Cybersicherheitssystemen, das als Kernkomponente der McAfee-Produkte zum Einsatz kommt und derzeit auf weitere Cybersicherheitsprodukte ausgeweitet wird.
