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Tanium Blog

Auf dem Weg zur IT-Hygiene | Herausforderung #1: Tool-Proliferation

Die Verwaltung von IT-Umgebungen in Unternehmen wird immer komplexer. In dieser Reihe werden wir uns eingehend mit den Herausforderungen befassen, die sich aus dieser zunehmenden Komplexität ergeben haben. Darüber hinaus werden wir aufzeigen, wie Sie diese Herausforderungen durch die Konzentration auf grundlegende IT-Sicherheitsmaßnahmen bewältigen können.

In diesem Beitrag der Blogreihe widmen wir uns der Herausforderung der zunehmenden Anzahl von Tools.

Angesichts der zunehmenden Komplexität haben sich IT-Organisationen mit einer Vielzahl erstklassiger Tools ausgestattet, um ihre dringendsten Herausforderungen zu bewältigen. Eine aktuelle Umfrage von Forrester  ergab, dass Unternehmen heute im Durchschnitt 20 oder mehr Tools von mehr als 10 verschiedenen Anbietern einsetzen, um ihre IT-Umgebung zu sichern und zu betreiben. Viele große Unternehmen verfügen über mehr als 40 bis 50 Einzellösungen. Der Begriff der „Tool-Flut“ dürfte für die Leser dieses Beitrags wohl keine Überraschung sein.

Ein „Best-of-Breed“-Ansatz ist dann sinnvoll, wenn er die Ergebnisse liefert, die ein Unternehmen anstrebt. Wenn Unternehmen jedoch unter einem Ausfall nach dem anderen leiden und kritische Sicherheitslücken sowie Patches monatelang ungelöst bleiben, werden die Vorteile eines „Best-of-Breed“-Ansatzes in Frage gestellt.

Fast 75 % der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die schiere Anzahl der Tools in ihrem Unternehmen die Effektivität der Sicherheits- und IT-Abläufe einschränkt. IT-Teams stehen jedoch kaum alternative Ansätze zur Verfügung. Für die meisten war der „Best-of-Breed“-Ansatz bislang die einzige verfügbare Option.

Die heutige IT-Landschaft

Vor zwanzig Jahren handelte es sich bei IT-Management-Lösungen um Altplattformen. Sie boten einheitliche Funktionen, und ihre Architekturen zur Überwachung und Reaktion auf die Umgebung funktionierten unter den relativ begrenzten Anforderungen jener Zeit. Vor rund 15 Jahren führten jedoch rasante Veränderungen in der IT-Branche (fortgeschrittene Bedrohungen, zunehmender Umfang, IaaS, Virtualisierung, Remote-Arbeit, Cloud) zu Anforderungen hinsichtlich Funktionalität und Abdeckung, die diese Plattformen nicht angemessen erfüllen konnten.

Die Unternehmens-IT war gezwungen, sich rasch anzupassen. Veraltete Plattformen konnten die neuen Anforderungen nicht bewältigen und setzten die Unternehmen damit dem Risiko von Betriebsstörungen aus. Unternehmen sahen sich gezwungen, Punktlösungen zu erwerben, um die Lücken zu schließen, und jeder noch so spezifische Bedarf, jede neue gewünschte Funktion sowie jede Reaktion auf Veränderungen im Umfeld führte zu einem eigenen Tool-Bedarf und einer Vielzahl von Anbieteroptionen. Das Ergebnis? Die meisten Großunternehmen sehen sich mittlerweile allein im Bereich des System- und Sicherheitsmanagements mit der Verwaltung von Daten und Integrationen über 40 bis 50 Einzellösungen konfrontiert. Aus dem Bedürfnis, Lücken zu schließen, ist eine Vielzahl von Tools entstanden, die nicht gut miteinander harmonieren.

In diesem Umfeld ist es nahezu unmöglich, für eine ordnungsgemäße IT-Hygiene zu sorgen. Jedes Tool bietet unterschiedliche Einblicke und unterschiedliche Daten. Die Bereitstellung, Einarbeitung und Aktualisierung von Tools ist mit hohen Kosten verbunden. Sie lassen sich oft nicht an die unvermeidlichen Veränderungen anpassen, die im Laufe der Zeit eintreten, und haben daher nur eine kurze Lebensdauer.

Um dieses Problem anzugehen, müssen IT-Führungskräfte einen Schritt zurücktreten und all Ihre Werkzeuge für einen Moment beiseite legen.

  1. Ermitteln Sie die Ergebnisse und Fähigkeiten, die Ihr Unternehmen benötigt, unabhängig von den verwendeten Tools und Technologien.
  2. Gehen Sie jedes Tool einzeln durch und erfassen Sie die jeweiligen Funktionen.
  3. Erstellen Sie ein Venn-Diagramm, um zu erkennen, wo sich diese Werkzeuge überschneiden. Die Überschneidungen bieten Ihnen Chancen zur Konsolidierung.

Diese Prüfungs- und Bewertungsmaßnahme hilft Ihnen dabei, eine Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Situation vorzunehmen und den Prozess zur Verbesserung der IT-Sicherheit in Gang zu setzen. Im nächsten Teil der Blogreihe zum Thema IT-Hygiene werden wir uns damit befassen, wie die zunehmende Anzahl von Tools den Überblick über Ihr Netzwerk beeinträchtigen und damit eine sehr schwache Grundlage für die IT-Hygiene schaffen kann.

Um mehr darüber zu erfahren, wie Tanium Ihr Unternehmen dabei unterstützen kann, die IT-Hygiene zu verbessern:

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