Vor einigen Wochen haben wir unsere virtuelle Bundes-Anwendergruppe veranstaltet, bei der wir von zivilen Behörden und Einrichtungen des Verteidigungsministeriums erfahren haben, wie diese die Tanium-Plattform nutzen, um sich an eine dezentralisierte Belegschaft anzupassen, Tools und Einzellösungen zu modernisieren und zu konsolidieren sowie – was am wichtigsten ist – Risiken zu managen.
Wir haben die Veranstaltung damit eröffnet, dass wir den Begriff des Technologierisikomanagements erweitert haben. Wenn man mit verschiedenen Führungskräften innerhalb einer Behörde spricht, tauchen häufig viele unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Risiko“ auf. Ein IT-Führungskraft mag sich auf Risiken im Zusammenhang mit Sicherheitslücken und der Risikobewertung konzentrieren – für einen Entscheidungsträger auf C-Level ist „Risiko“ jedoch ein weitaus umfassenderer Begriff, der geschäftliche Entscheidungen beeinflusst. Es ist notwendig, den Begriff „Risiko“ in kleinere, besser überschaubare Bereiche zu unterteilen – IT-Betrieb, IT-Sicherheit, IT-Finanzen, IT-Lieferkette, Tooling und dezentrale Belegschaft, um nur einige zu nennen –, denn erst dann können wir ernsthaft damit beginnen, die Risikominderung voranzutreiben.
Technologierisikomanagement bei einer dezentralen Belegschaft
Ein roter Faden, der sich durch die gesamte Veranstaltung zog, war die zunehmend dezentralisierte Belegschaft und die Notwendigkeit, zu berücksichtigen, wie sich dies auf die Risiken auswirkt. Das Risikomanagement muss sich weiterentwickeln – Instrumente, die früher funktioniert haben, sind in der neuen dezentralen Umgebung möglicherweise nicht mehr geeignet. IT-Führungskräfte stehen vor einer Reihe neuer Herausforderungen, wenn es darum geht, die Sicherheit und Produktivität ihrer Belegschaft zu gewährleisten. Da mittlerweile in der gesamten Branche und in vielen Agenturen eine Remote-Belegschaft von 80-90 % die Norm ist, hat auch das Risiko eines Sicherheitsvorfalls massiv zugenommen. Häufig sind die bestehenden, veralteten Tools nicht in der Lage, mit der steigenden Anzahl von Remote-Endpunkten Schritt zu halten, und können für Geräte außerhalb des Netzwerks keine vergleichbare Geschwindigkeit und Sicherheit gewährleisten. Schließlich sind Mitarbeiter auch nur Menschen – doch die Einschränkung des Zugriffs oder die Begrenzung von Ressourcen garantiert keine Verbesserung der Sicherheit oder Effizienz, sondern kann vielmehr unbeabsichtigte Folgen haben, die das Risiko erhöhen. Es ist unerlässlich, die sichere Nutzung von BYOD zu ermöglichen, um sich vor menschlichen Fehlern und der natürlichen Neugier zu schützen.
Tipps für IT-Führungskräfte
Als IT-Führungskräfte ist es von entscheidender Bedeutung, unsere Sichtweise auf Risiken zu erweitern – lassen Sie sich nicht auf den Bereich der IT-Sicherheit beschränken. Suchen Sie Kollegen und Gleichgesinnte auf, die sich mit finanziellen und operativen Risiken auskennen – fragen Sie sie, welche Probleme sie lösen, wem gegenüber sie rechenschaftspflichtig sind, was sie wissen müssen und welche Daten sie nutzen, um Entscheidungen in ihrem Unternehmen voranzutreiben. Dieser offene Dialog kann zu besseren datengestützten Entscheidungen beitragen.
Fragen und Antworten der Nutzergruppe auf Bundesebene
Angesichts der Vielzahl an Definitionen des Begriffs „Risiko“, die heute branchenweit verwendet werden, inwiefern ist der Ansatz von Tanium zur Definition und Behebung von Risiken besser?
Wenn ein Anbieter die Definition von Risiko einschränkt oder zu stark vereinfacht, erweist er Ihnen damit einen Bärendienst. Risiko ist ein komplexes Thema und muss ganzheitlich betrachtet werden. Tanium betrachtet die Umgebung aus einem ganzheitlichen Blickwinkel und analysiert die übergeordneten Faktoren, die das Risiko ausmachen. Dadurch wird die Definition erweitert, und Anwender sowie Entscheidungsträger werden in die Lage versetzt, in Echtzeit Entscheidungen in den Bereichen Sicherheit, Betrieb, Geschäft und Auftrag zu treffen.
Welche Risikobereiche liegen an der Schnittstelle zwischen hoher Auswirkung und weitgehender Vernachlässigung?
Zunächst einmal das Konzept eines Systems von Systemen. Zweitens: der Kontext, in dem ein Endpunkt arbeitet. Auch wenn wir vielleicht die Vorstellung haben, dass ein höheres Risiko besteht, wenn ein System außerhalb des Standorts betrieben wird, benötigen wir eine konkrete Kennzahl, um dies zu untermauern. Wenn wir nicht in der Lage sind, den Kontext und den Zustand, in dem ein System arbeitet, zu überwachen, haben wir das Problem nicht gelöst. Das Problem besteht nicht darin, das perfekte Werkzeug zu finden – es geht vielmehr um Bewusstsein, Transparenz, Geschwindigkeit, Umfang und Kontrolle.
Was ist der größte Fehler, den Sie im Zusammenhang mit den Maßnahmen beobachtet haben, die Unternehmen ergriffen haben, um ihren nun dezentral arbeitenden Mitarbeitern eine sichere Internetverbindung zu gewährleisten?
Unentschlossenheit hinsichtlich des Ansatzes zur Konnektivität. Unternehmen müssen schwierige Entscheidungen darüber treffen, wie sie ihren Mitarbeitern Fernzugriff ermöglichen können, und dabei gleichzeitig die unbeabsichtigten Folgen der einzelnen Maßnahmen absehen. Der menschliche Faktor spielt heute eine noch bedeutendere Rolle als in der Vergangenheit, und falsche Entscheidungen können im Hinblick auf eingegangene und eingetretene Risiken katastrophale Folgen haben.
Was unternimmt Tanium, um dem Anstieg an Geräten, die keiner Domäne angehören, und/oder nicht-traditionellen Rechengeräten Rechnung zu tragen?
Tanium ist in dieser Hinsicht bereits branchenführend, doch es gibt auch noch viel Raum für Verbesserungen und Wachstum. Wie Tanium-Kunden sehr wohl wissen, ist Tanium für die Verwaltung eines Endgeräts weder auf Active Directory noch auf eine Domänenmitgliedschaft angewiesen. Solange eine TCP-Verbindung möglich ist, funktioniert Tanium einwandfrei. Das größte Wachstum wird in den kommenden Jahren zweifellos im Bereich der nicht-traditionellen Rechenumgebungen zu verzeichnen sein, darunter Steuerungssysteme, das Internet der Dinge (IoT), Container und die Cloud. Zum Glück für die Kunden von Tanium ist die Abstraktion der Rechenleistung und des Kontexts, in dem Rechenaufgaben ausgeführt werden, ein zentraler Bestandteil der Designprinzipien von Tanium. Angefangen bei der derzeitigen Fähigkeit von Discover, jedes mit dem Internet verbundene Gerät zu finden, zu überwachen, zu bewerten und darüber Bericht zu erstatten, bis hin zur Forschung und Entwicklung im Hinblick auf eine direktere Steuerung und Integration solcher Endgeräte wird Tanium in diesen Bereichen weiterhin eine führende Rolle einnehmen.
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