Der Übergang zur Telearbeit, der sich ab Anfang 2020 stark beschleunigte, überraschte Unternehmen auf der ganzen Welt. Plötzlich erledigten Angestellte und andere Mitarbeiter ihre Arbeit außerhalb des Büros, fernab von den geschützten Netzwerken und den wachsamen Augen der IT-Abteilungen.
So unvorstellbar die Umstellung auf Homeoffice für die IT-Abteilungen vor der Pandemie auch erschienen sein mag, so gelang es den Unternehmen doch, die Arbeit im Homeoffice erfolgreich zu unterstützen und dabei die Produktivität aufrechtzuerhalten sowie Angriffe abzuwehren.
Dies warf interessante Fragen auf: Wenn eine derart rasante digitale Transformation möglich war, welche anderen weitreichenden Projekte könnten dann ebenfalls in greifbarer Nähe liegen? Und wenn sich eine weitaus stärker verteilte IT-Infrastruktur als widerstandsfähig, agil, mobil und sicher erweist, was könnte ein Unternehmen dann noch schnell erreichen?
Tanium hat sich mit PSB Insights, einem weltweit tätigen Beratungsunternehmen für Forschung und Analytik, zusammengetan, um diese und weitere Fragen zu untersuchen. PSB Insights befragte IT-Entscheidungsträger (ITDMs) in 500 Unternehmen – die Hälfte davon in den USA und die andere Hälfte im Vereinigten Königreich – aus einer Vielzahl von Branchen, darunter Finanzdienstleistungen, Fertigung, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Technologie. Mehr als die Hälfte der Befragten sind Entscheidungsträger auf Führungsebene.
Wichtige Erkenntnisse
1. Die Arbeitnehmer verhalten sich risikoreicher
Eine Veränderung des Arbeitsumfelds führt naturgemäß zu einer Veränderung des Verhaltens der Beschäftigten. Doch manche Veränderungen sind riskanter als andere. Dies sind die problematischsten Verhaltensweisen, die unsere Befragten seit Beginn der Pandemie bis heute beobachtet haben.

2. Die IT steht vor neuen Herausforderungen und zunehmender Komplexität
Nach dem Ausbruch der Pandemie sahen sich die meisten Unternehmen plötzlich mit neuen Sicherheitsherausforderungen und einer weitaus komplexeren IT-Umgebung konfrontiert – was angesichts der raschen Einführung zusätzlicher Geräte und Anwendungen nicht verwunderlich ist.

3. Sicherheit und Betrieb stehen vor der Herausforderung eines Unternehmens ohne klare Grenzen
Firewalls, die einst einen Schutzwall gegen Angreifer bildeten, haben an Bedeutung verloren, da immer mehr Arbeit über weniger sichere Heimnetzwerke erledigt wird. Die Umfrageteilnehmer gaben an, dass die folgenden Bereiche die größten Herausforderungen im Rahmen der Arbeit im Homeoffice darstellen.

4. Führende Unternehmen haben bereits vor der Pandemie der Arbeit im Homeoffice und der Cloud Priorität eingeräumt
Unternehmen, die bereits auf Remote-Arbeit und Cloud-Dienste gesetzt hatten, waren bei der Einführung neuer Technologien ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus.

5. Unternehmen sind bestens auf die digitale Transformation vorbereitet
Nachdem sie festgestellt haben, dass sie in wenigen Monaten das schaffen können, wovon sie dachten, es würde Jahre dauern, fragen sich die Unternehmen nun: Was ist noch möglich? Und was ist erforderlich, um dies zu verwirklichen? Die Umfrage ergab, dass Unternehmen ihre Investitionen in eine Reihe von Technologien vorantreiben. Bestimmte Technologien, wie beispielsweise Augmented Reality, sollen vermutlich die Zusammenarbeit im Homeoffice verbessern. Andere Bereiche, wie beispielsweise die Daten- und Informationssicherheit, dienen dazu, die Sicherheit und Konformität sich rasch weiterentwickelnder IT-Infrastrukturen zu gewährleisten.
Im Vergleich zu ihren Plänen aus der Zeit vor der Pandemie treiben Unternehmen ihre Investitionen in sieben Bereichen verstärkt voran:


