London, England, 8 May 2018 – Der WannaCry-Ransomware-Angriff, der den NHS lahmlegte und mehr als 200 000 Computer in 150 Ländern infizierte, hat bei vielen Organisationen noch nicht zu konkreten Maßnahmen geführt. Laut einer Tanium-Umfrage unter 500 IT-Sicherheitsmitarbeitern an vorderster Front im Vereinigten Königreich gab ein Drittel (36 %) der Befragten zu, dass unmittelbar nach dem WannaCry-Angriff Panik herrschte, sich seitdem jedoch nichts geändert habe.
Die Ergebnisse zeigen, dass zwei Fünftel (40 %) angeben, dass ihre Organisation einem höheren Risiko ausgesetzt ist als noch vor einem Jahr. Dabei geben lediglich 31 % an, dass ihr Unternehmen seit dem WannaCry-Angriff in eine neue Sicherheitslösung investiert hat, obwohl ihre Vorstände behaupten, der IT-Sicherheit seit dem Angriff mehr Bedeutung beizumessen.
Zu den wichtigsten Themen, die in der Studie hervorgehoben wurden, gehören:
Entscheidende Maßnahmen wurden noch nicht ergriffen
Britische Unternehmen reagierten unmittelbar nach dem Angriff, indem sie ihre bestehenden Sicherheitssysteme überprüften (62 %) und die Vorgehensweise bei Sicherheitsvorfällen neu festlegten (38 %). Es scheint jedoch, dass die unmittelbare Besorgnis nicht zu langfristigen Maßnahmen geführt hat.
Unternehmen haben nach wie vor Schwierigkeiten mit grundlegenden Aufgaben der Systemverwaltung, wie beispielsweise der Installation von Patches, die für die Abwehr künftiger Angriffe von entscheidender Bedeutung sind. Der Studie zufolge gaben mehr als sechzig Prozent (66 %) der Befragten zu, dass sie ihren Patch-Management-Prozess seit dem WannaCry-Angriff nicht verbessert haben.
Für viele Umfrageteilnehmer führt die Notwendigkeit, schnell Innovationen voranzutreiben, dazu, dass sie auch bei ihren Sicherheitsmaßnahmen Abstriche machen. Tatsächlich gab jeder Fünfte an, dass sich seine Cyber-Maßnahmen nicht geändert hätten, da andere IT-Initiativen Vorrang gehabt hätten. Fast ein Viertel (23 %) der Befragten gab zudem an, dass fehlende finanzielle Mittel ein Hindernis für die Umsetzung der Cybersicherheitstechnologien und -richtlinien darstellten.
Matt Ellard, Vizepräsident für die Region EMEA bei Tanium, erklärt: „Es ist wirklich besorgniserregend, dass britische Unternehmen zwar behaupten, aus WannaCry Lehren gezogen zu haben, sich jedoch schwer tun, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass sich ein ähnlicher Angriff wiederholt.“
Der Angriff, der weltweit für Schlagzeilen sorgte, hätte für Unternehmen ein Weckruf sein sollen, ihre Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. „Altsysteme und veraltete Architekturen, die Scheu vor der Installation von Patches, die Zersplitterung durch Einzellösungen, begrenzte Budgets sowie Silos innerhalb der IT-Betriebs- und Sicherheitsteams machen britische Unternehmen jedoch nach wie vor anfällig für Angriffe.“
Die Rechenschaftslücke
Fast die Hälfte (42 %) der befragten IT-Mitarbeiter an vorderster Front ist der Ansicht, dass die Führungsspitze ihres Unternehmens nicht erkennt, wie stark ihre Unternehmen Cyberbedrohungen ausgesetzt sind. Während mehr als ein Viertel (28 %) angibt, dass ihr Unternehmen der Kundenbetreuung und Initiativen zum Wohlergehen der Mitarbeiter, wie beispielsweise Weihnachtsfeiern, Priorität einräumt. Tatsächlich geben 43 % an, dass sie Schwierigkeiten haben, Finanzmittel für dringende Cybersicherheitsprojekte zu beschaffen. Dies hat dazu geführt, dass jeder 10 . zugibt, nicht davon überzeugt zu sein, dass sein Unternehmen auf einen weiteren Angriff im Stil von „WannaCry“ sofort reagieren oder sich davon erholen könnte.
Ellard fasst zusammen: „In den letzten 12 Monaten haben wir unzählige Sicherheitsverletzungen erlebt, und Unternehmen benötigen eine höhere Widerstandsfähigkeit, um künftigen Bedrohungen entgegenzuwirken.“ Ein klarer Überblick über alle Endpunkte im gesamten Netzwerk und die Möglichkeit, in Echtzeit darauf zu reagieren, sind entscheidend für die Abwehr von Cyberangriffen und den Schutz des zukünftigen Geschäftsbetriebs.
„Unternehmen können es sich nicht länger leisten, das Ausmaß der Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind, zu unterschätzen, und die IT-Betriebs- und Sicherheitsteams müssen die Lücke in der Verantwortlichkeit schließen, um das Netzwerk sowie die Unternehmens- und Kundendaten zu schützen.“
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ENDE
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