- Globale Unternehmen haben allein im vergangenen Jahr durchschnittlich $70m ausgegeben, um neue Compliance-Vorschriften zu erfüllen
- Cybersicherheitslücken sind weit verbreitet, wobei der Wechsel zur Fernarbeit das Problem verschärft
- Trotz einiger jüngster Aufschübe sind hohe Datenschutzbußgelder zur neuen Normalität geworden
Emeryville, Kalifornien, 29. April 2020 – Tanium, Anbieter von einheitlichem Endpunkt-Management und Sicherheitslösungen, entwickelt für die anspruchsvollsten IT-Umgebungen der Welt, hat anlässlich des zweiten Jahrestages der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union neue globale Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Forschungsergebnisse zeigen eine Diskrepanz zwischen den Ausgaben für Datenschutzvorschriften und den Geschäftsergebnissen. Konkret zeigt sich, dass trotz der Ausgabe von Tens of Millions für Compliance-Maßnahmen über 90 Prozent der Unternehmen grundlegende IT-Schwachstellen aufweisen, die sie anfällig und möglicherweise nicht konform machen.
Die globale Studie unter 750 IT-Entscheidungsträgern ergab, dass Unternehmen im vergangenen Jahr durchschnittlich $70,3 Millionen ausgegeben haben, um die DSGVO, den California Consumer Privacy Act (CCPA) und andere Datenschutzvorschriften einzuhalten. Die meisten Unternehmen haben neue Talente eingestellt (81 Prozent), in Mitarbeiterschulungen investiert (85 Prozent) und neue Software oder Dienste eingeführt (82 Prozent), um die fortlaufende Einhaltung von Vorschriften sicherzustellen. Darüber hinaus haben 87 Prozent der Unternehmen ihre Cyber-Haftpflichtversicherung eingeführt oder um durchschnittlich 185 Millionen Dollar erhöht, um mit den möglichen Folgen einer Datenschutzverletzung umgehen zu können.
Trotz dieser erhöhten Investitionen fühlen sich Unternehmen jedoch nach wie vor nicht ausreichend auf die sich wandelnde Regulierungslandschaft vorbereitet. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) gibt an, dass mangelnde Transparenz und Kontrolle über Endpunkte[1] das größte Hindernis für die Einhaltung von Vorschriften wie der DSGVO darstellt.
Erhöhte Ausgaben lösen Transparenzprobleme nicht
Dieser Mangel an Transparenz darüber, wie Unternehmen Endpunkte wie Laptops, Server, virtuelle Maschinen, Container und Cloud-Infrastrukturen einsehen und verwalten, verursacht erhebliche Herausforderungen. Tatsächlich hat die Studie vor der Pandemie erhebliche Transparenzlücken in der IT-Umgebung der meisten Unternehmen aufgedeckt. Vierundneunzig Prozent der IT-Entscheidungsträger haben unbekannte Endpunkte in ihrer IT-Umgebung entdeckt, und 71 Prozent gaben an, wöchentlich neue Endpunkte zu finden.
Die massenhafte Heimarbeit und die Nutzung privater Geräte durch Mitarbeiter dürften diese Probleme weiter verschärfen und die Angriffsfläche des Unternehmens vergrößern. Wenn die Einhaltung von Vorschriften davon abhängt, zu verstehen, welche Tools verwendet werden, welche Endpunkte vorhanden sind und welche Daten im gesamten Unternehmen gespeichert sind, sind diese Transparenzlücken potenziell gefährlich.
Chris Hodson, Chief Information Security Officer bei Tanium, sagte: „Es ist ermutigend zu sehen, dass globale Unternehmen investieren, um die Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Unsere Forschung legt jedoch nahe, dass ihre gute Arbeit durch mangelnde Aufmerksamkeit gegenüber grundlegenden IT-Prinzipien untergraben werden könnte. Viele Unternehmen scheinen in die Falle getappt zu sein zu glauben, dass erhebliche Ausgaben für DSGVO und CCPA ausreichen, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten. Doch ohne echte Transparenz und Kontrolle über ihre IT-Assets lassen sie eine Hintertür für böswillige Akteure offen."
Was verursacht Transparenzlücken?
Die Mehrheit (91 Prozent) der Befragten räumte grundlegende Schwachstellen innerhalb ihrer Organisationen ein, die eine umfassende Übersicht über ihre IT-Landschaft verhindern.
Diese Transparenzlücken entstehen durch mangelnde Einheit zwischen IT-, Betriebs- und Sicherheitsteams (39 Prozent), fehlende Ressourcen für ein effektives Management ihrer IT-Landschaft (31 Prozent), Legacy-Systeme, die keine genauen Informationen liefern (31 Prozent), Schatten-IT (29 Prozent) sowie zu viele im Unternehmen eingesetzte Tools (29 Prozent).
Die Studie ergab, dass Unternehmen durchschnittlich 43 separate Sicherheits- und Betriebstools zur Verwaltung ihrer IT-Umgebungen implementiert haben. Eine derartige Tool-Proliferation schränkt die Effektivität isolierter und verteilter Teams weiter ein und fügt unnötige Komplexität hinzu.
Technologieführungskräfte sind besorgt über die Konsequenzen
In der Studie nannten IT-Führungskräfte Bedenken, dass eine eingeschränkte Transparenz von Endpunkten ihr Unternehmen anfälliger für Cyberangriffe machen (53 Prozent), den Markenruf schädigen (39 Prozent), Risikobewertungen erschweren (33 Prozent), die Kundenabwanderung beeinflussen (31 Prozent) und zu Bußgeldern wegen Nichteinhaltung von Vorschriften führen könnte (23 Prozent).
Die Befragten offenbarten zudem ein falsches Sicherheitsgefühl hinsichtlich ihrer Compliance-Bereitschaft. Neunzig Prozent der IT-Entscheidungsträger gaben an, zuversichtlich zu sein, alle erforderlichen Informationen zu Datenschutzverletzungen innerhalb von 72 Stunden an die Aufsichtsbehörden melden zu können. Doch da fast die Hälfte (47 Prozent) angibt, Schwierigkeiten dabei zu haben, einen Überblick über die Geräte in ihrem Netzwerk zu erhalten, scheint dieses Vertrauen fehl am Platz zu sein – ein einziger übersehener Endpunkt könnte ein Compliance-Verstoß sein, der nur darauf wartet, zu geschehen.
Chris Hodson, Chief Information Security Officer bei Tanium, schloss: „DSGVO und CCPA stehen für den Beginn einer komplexen neuen Ära strenger Datenschutzbestimmungen. Obwohl einige Aufsichtsbehörden aufgrund der aktuellen Pandemie hohe Bußgelder aufgeschoben haben, entbindet dies Unternehmen nicht von der Pflicht, sicherzustellen, dass personenbezogene Daten unter Anwendung der strengsten Schutzmaßnahmen gespeichert und verarbeitet werden.
„Technologieführer müssen sich auf die Grundlagen des einheitlichen Endpunkt-Managements und der Sicherheit konzentrieren, um eine schnelle Reaktion auf Vorfälle und eine verbesserte Entscheidungsfindung zu fördern. Der erste Schritt muss darin bestehen, Echtzeit-Transparenz über diese Endpunkte zu gewinnen, was eine entscheidende Voraussetzung für eine verbesserte IT-Hygiene, ein effektives Risikomanagement und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften ist. Da die meisten Teams heutzutage von zu Hause aus arbeiten und viele ihre eigenen Geräte verwenden müssen, war dies noch nie so wichtig wie heute."
Methodik
Tanium beauftragte den unabhängigen Marktforschungsspezialisten Vanson Bourne mit der Durchführung der Studie, auf der dieser Bericht basiert. Insgesamt wurden 750 IT-Entscheidungsträger, darunter CIOs und CISOs, im September/Oktober 2019 in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Australien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Japan und Kanada befragt. Die Befragten stammten aus Organisationen mit mindestens 1 000 Mitarbeitern weltweit und konnten aus jeder Branche stammen.
Über Tanium Tanium bietet eine einheitliche Plattform für Endpunkt-Management und -Sicherheit, die für die anspruchsvollsten IT-Umgebungen der Welt entwickelt wurde. Viele der größten und anspruchsvollsten Organisationen der Welt, darunter mehr als die Hälfte der Fortune 100, führende Einzelhändler und Finanzinstitute sowie vier Zweige der US-Streitkräfte, verlassen sich auf Tanium, um fundierte Entscheidungen zu treffen, effizient und effektiv zu arbeiten und widerstandsfähig gegen Störungen zu bleiben. Tanium belegt in der Forbes-Liste der besten 100 Privatunternehmen in Cloud-Computing für 2019 Platz 7 und Platz 10 auf der FORTUNE-Liste der “100 besten mittelgroßen Arbeitgeber. Besuchen Sie uns unter www.tanium.com und folgen Sie uns auf LinkedIn und Twitter.
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